Von Madrid in den Himmel

 

Wie wäre es mit einem Wochenende in Madrid? Mode, Kultur, Restaurants … Entdecken Sie mit uns die angesagten Adressen der spanischen Hauptstadt, wie ein echter Madrilene.

Von Madrid in den Himmel“ ist ein Sprichwort, mit dem die stolzen Madrilenen ganz und gar nicht bescheiden ihre pulsierende, unwiderstehlich attraktive Stadt zum Vorzimmer des Paradieses erheben. Kosmopolitisch und charmant provinziell zugleich, ebenso avantgardistisch wie traditionsbewusst, modern und strahlend dekadent: Madrid ist eine Stadt der Kontraste, deren Besuch zu einem spannenden Erlebnis wird.

 

Rund um die drei Paseos (Promenaden) der Stadt, Paseo del Prado, de Recoletos und de la Castellana, wobei letzterer die eigentliche Hauptader der Stadt ist, erstreckt sich ein Gewebe aus Straßen und Boulevards, die den historischen Kern Madrids bilden, den man, was für eine Metropole eher selten ist, sehr gut an einem Wochenende zu Fuß erforschen kann.

 

Für einen echten Madrilenen beginnt der Tag mit einem richtigen Frühstück, zum Beispiel im belebten, typischen Ambiente des Café Commercial. Derart gestärkt begibt er sich dann zu einem der interessantesten Orte der Stadt, dem Markt von San Miguel. Die wunderbar restaurierte Markthalle hat sich im Laufe der Jahre zu einem Delikatessenmarkt für Gourmets entwickelt. Man versorgt sich hier mit Bellota-Schinken und Käse aus verschiedensten Regionen des Landes oder kommt einfach nur auf ein kleines Glas Wermut zum Frühschoppen vorbei, bevor die unvermeidlichen Touristenströme von der benachbarten Plaza Mayor nach San Miguel überschwappen

 

Zeit für Tapeo

 

Das sakrosankte Tapeo-Ritual beginnt im La Venencia. Diese alte traditionelle Bodega, eifrig besucht von einer recht bunt zusammengewürfelten Stammkundschaft, serviert nur Fino (trockener Wein aus Andalusien), begleitet von Mojama (geräucherter Thunfisch) und Fischrogen, zwei sehr beliebten Spezialitäten. Wer lieber Bier trinkt, ist in der ständig rappelvollen Cervecería Cervantes gegenüber der Kirche Cristo de Medinaceli (auch sie ein wichtiger Pilgerort der Einheimischen) besser aufgehoben, oder auch in La Taberna del 9, einer waschechten Tasca (Kneipe) mit unprätentiöser Fassade, wo man abseits der typischen Touristenrouten mitten im Stadtteil Chueca in den Genuss hausgemachter Küche kommt. 

 

Modehauptstadt Madrid

 

Madrilenen ernähren sich jedoch nicht nur von Tapas. Sie haben auch noch andere Bedürfnisse, weshalb Madrid heute ein echtes Mode- und Shoppingparadies ist. Zu nennen wären da zum Beispiel Alma Aguilar mit ihren romantischen Kreationen, die herrlichen Schuhe von Pedro García oder die Brüder Clemente und ihre Marke El Ganso, deren Preppy-Stil nicht nur bei der jüngeren Generation bestens ankommt. Sie alle heben sich von der bei weitem nicht kleinen Welt der etablierten spanischen Modemacher ab, doch es ist zweifellos der Couturier Fernando Lemoniez, der, mit seiner Boutique in der Hausnummer 17 der Calle Argensola, den Madrilener Schick am besten verkörpert.

 

Kunst und Kultur

 

Wie die Mode ist auch die Kultur ein fester Bestandteil des madrilener Lebens. In der Calle Alcala befindet sich der berühmte Círculo de Bellas Artes (Kreis der schönen Künste). Diese Institution ist seit über einem Jahrhundert die Wiege aller großen spanischen Avantgardebewegungen und Kunstströmungen. Das hauseigene Restaurant zählt übrigens zu den bestgehüteten Geheimtipps der spanischen Hauptstadt. Politiker, Geschäftsleute und Künstler pflegen dort in einem grandiosen, perfekt erhaltenen und leicht antiquierten Rahmen ein sehr erschwingliches Tagesmenü zu verspeisen. Das Caixaforum, ein Gebäude der Architekten Herzog und de Meuron, dessen Fassade, ein vertikaler Garten, heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist, sowie die Stiftung Mapfre sind ebenfalls ein Muss für kulturbeflissene Madrilenen und Besucher. 

 

Madrid by night

 

In der Nacht verwandelt sich der Madrilene, ganz gleich wie konventionell er sich sonst auch geben mag, in einen Trendjäger. Das Cabrera ist im Moment sicher eine der angesagtesten Adressen. Sein Miteigentümer ließ es zu einem Hotspot für Feinschmecker werden, mit Luxus-Tapas im ersten Stock und einer Cocktailbar – momentan voll im Trend – im Keller. Viel von sich reden macht auch das erst vor kurzem eröffnete Nikkei 225, ein weiterer brandaktueller Tipp. Das japanisch-peruanische Restaurant ist bezeichnend für einen neuen Gastro-Trend, der dabei ist, sich Madrid zu erobern. In der Nummer 26 der gleichen Straße bildet die Gastrobar Tomate eine mediterrane und weniger förmliche Alternative zum exotischen Nachbarn. Auch die Tomate ist momentan eine obligatorische Adresse für Beautiful People, die sehen und gesehen werden wollen.

 

Für unermüdliche Nachtschwärmer und Fans von After Partys ist Madrid der Himmel auf Erden. Denn so wie Tapas sind auch Copas (Gläser, die man trinken geht) für Spanier ein echtes Ritual, dem man vorzugsweise in Kneipen mit Kultstatus nachgeht, darunter La Turba, die fast hundertjährige Bar Cock oder das Chicote, das einst Treffpunkt der internationalen Intelligenzija war und in dem so manche madrilener Nacht ihren rauschenden Abschluss findet.

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